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Inventur: Die Möglichkeit

GLR | 28.10.2019

Auslöser

Die Grundidee:

Ich kann es seit einigen Tagen direkt im Körper spüren, wenn ich mir ein Problem mache, und zwar indem ich mich mental mit etwas beschäftige, das mich stört, für das ich aber nicht selbst verantwortlich bin. Diese Art geistige Beschäftigung habe ich lebenslang betrieben.

Ich wußte zwar schon immer, daß das falsch war und nie etwas bringen würde, aber was ich dann versuchte, war, es im Geist „auszulöschen“1)

Es gibt eine viel bessere Lösung. Ich habe dazu einmal (provisorisch) dieses Diagramm gezeichnet2):

Diagramm

Im Prinzip ist es ein Gefühl. Es muß direkt im Körper gespürt werden. Man könnte die Lösung auch nennen Lebe! oder Liebe! Es ist kein Verharren am Ursprung (wie zuvor noch zu der GLR-Tantra-Übung erklärt), sondern etwas kommt in Bewegung, etwas drückt sich aus, so als ob man „nach vorne“ herausbrechen würde. Damit verbunden sind dann Begriffe wie Riskieren, Mut, Sich-Zeigen, Sich-Einbringen.

Es ist aber auch nicht das übliche vom Verstand kommende Machen, sondern die Energie ist schon da, will einfach heraus. Zärtlichkeit, Sex, Ausgelassenheit — das ist alles im Kern dasselbe. Das nicht zu leben bedeutet, sich zu verkümmern. Man bleibt dann in seinem Loch sitzen. Das Resultat ist Versauern, Verbittern, Langeweile, endlose Wiederholung des Bekannten.

Nochmal: Es ist kein Machen und hat auch nichts mit der sogenannten „Selbstüberwindung“ oder dem „Über-den-eigenen Schatten-Springen“ zu tun. Man könnte es auch als Sein in Bewegung verstehen.

Ich habe dann auch wieder bemerkt, daß es mit dem schon öfters praktizierten Tanzen zu tun hat3). Erst jetzt verstehe ich, wo hier der Clou liegt: Der Zusammenhang mit Tanzen ist, daß das Leben selbst dann auch zum Tanz wird. Es ist wesenshaft genau dasselbe. Ein Tanz ist nie „Selbstüberwindung“, sondern ein Überströmen der Freude am bloßen Sein. Ein Tanz ist nie ein „Machen“. Ein Tanz ist nie vom Verstand geplant oder gar gefordert. Ein Tanz ist, was Tiere tun (Vögel am Himmel, Fische im Meer, aus Freude an der Bewegung dahingaloppierende Pferde), und Kinder.

Dieselbe Energie — für zwei gegensätzliche Dinge

Mein Aufschluß ist, daß es sich beides mal um dieselbe Energie handelt. D.h. dieselbe Energie, die damit verbracht wird, sich über etwas, das irgendwer tut (z.B. in der Gesellschaft), zu ärgern und sich damit zu beschäftigen, kann genutzt werden, etwas für sich selbst zu tun.

Das merkt man auch daran, daß, wenn man etwas für sich selbst tut, und v.a. wenn man dabei ins Unbekannte geht, der anderen, vorher noch mit Aufmerksamkeit bedachten Seite bzw. Sache, diese Aufmerksamkeit und Energie entzogen wird, so daß sie einen gar nicht mehr interessiert. Man hat einfach etwas Besseres zu tun (gehabt).

Nehmen wir eine Diktatur oder eine andere ärgerliche Situation. Selbst da läßt sich immer noch dieses Prinzip anwenden. Man geht einfach weiter, und zwar so, wie man das kann. Und es gibt immer etwas, das man tun kann.

Verantwortung nur im eigenen Bereich

Wie in „Johannes“ sehr schön und genau ausgeführt, ist die Grundbedingung, Verantwortung nur im eigenen Bereich zu übernehmen und den Rest komplett beiseite zu lassen. Was andere, was die Gesellschaft, selbst was einem nahestehende andere Personen tun, ist unwichtig und muß mißachtet werden.

Das gilt noch mehr für die Ansichten anderer. Allein schon darüber nachzudenken oder gar mit diesen anderen über ihre Ansichten zu reden, ist schon von vornherein ein Fehler. Es ist allein deren Verantwortung und nicht meine. Außerdem hat meine ganze Lebenserfahrung gezeigt, daß ich noch nie irgendjemanden beeinflussen konnte. Also wozu dann überhaupt noch deren Denken zur Kenntnis nehmen?

Auch hier gilt aber nicht, zu versuchen, etwas bewußt zu ignorieren, sondern wiederum: Alle solchen Augenmerke zeigen nur, daß man das Eigene nicht tut — und fordern indirekt dazu auf, es zu tun.

1)
Etwa mit Argumenten wie „Das bringt jetzt nichts“, „Das kannst du ja doch nicht ändern“, „Damit mußt du dich abfinden“ oder durch den Versuch, die Aufmerksamkeit bewußt umzulenken, etwa im Sinne von Bewußtwerdung oder Präsenz, und zwar als direkt praktizierte Aktivität, wie sie ja auch bei geistiger Konzentration geschieht. „Einfach ignorieren“, wie gestern im Livestream von SD/Jens vorgeschlagen, klappt bei mir ohnehin nie.
2)
Es ist leichter zu verstehen, wenn es als Bild dargestellt wird, statt zu versuchen, es durch aufwendige Formulierungen anschaulich zu machen.
3)
Ich hatte zuletzt wieder starke Impulse, neue Tanzvideos aufzunehmen, und war an der Klippe der fehlenden Urheberrechte gescheitert. Dazu gibt es jedoch eine sehr einfache Lösung: Ich kann die Videos privat aufnehmen und privat (=nicht-öffentlich) hochladen, dann ist es meine eigene private Sache und niemand kann es verbieten.

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