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Schattenmenschen

GLR | 4.5.2019

Das dualistische Welt- und Selbstbild ist Lieblosigkeit per definitionem. Denn das dualistische Konzept trennt das Ich vom Außen (von der Welt), isoliert es. Zugleich ist dieses Ich aufgrund des Weltbilds per definitionem unendlich klein, in Zeit und Raum völlig verloren, in der Massengesellschaft ohne jede Bedeutung (eine Stimme bei "demokratischen" Wahlen, in Relation zu vielen Millionen Stimmen der Masse), ein komplett deterministisch gesteuerter bio-physischer Automat.

Um die schreckliche Lage zu kompensieren, in die dieses Konzept jeden bringt, der ihm verfällt, ist der Aufbau einer künstlichen Schein-Stärke und Schein-Selbstsicherheit erforderlich. Die Arroganz solcher Menschen ist proportional zu ihrer Hohlheit und Leere, die sie ständig verteidigen und übertünchen müssen. Auch Haß und Gewalt sind nichts als logische Folgen der gefühlten, aber stets geleugneten Nichtigkeit — und nur ein weiterer Versuch, sich vor sich selbst und anderen als stark und souverän darstellen zu können.

Wie lebt der das dualistische Konzept verteidigende Schattenmensch, während er nicht denkt, daß er ein "Ich" ist? (Denn ständig zu denken gelingt selbst ihm nicht; es gibt auch noch Lücken in seiner zwanghaften mentalen Aktivität.) Das sind die Phasen, in denen er Naturwesen ist. Seine Vorstellung vom "eigenen Leben", der "eigenen Person" und den "eigenen" Zielen und Absichten überlagern jedoch seine Natur und machen ihn zu einem Phantom, zu einer lebenden Leiche. Diese Leiche kann nicht lieben und nicht geliebt werden, und das weiß sie auch.

Das dualistische Konzept muß den ihm innewohnenden Konstruktionsfehler durch die Aufgabenteilung Naturwissenschaft ↔ Religion kompensieren:

So wird verhindert, daß ein Drittes (eine einheitliche, konsistente Selbst- und Welterklärung) möglich oder auch nur denkbar ist.

Daß sich beides gegenseitig logisch widerspricht, wird durch eine in der modernen Gesellschaft als Grunddogma vertretenen Mystifizierung überspielt. Das ist die wahre Lügenreligion der vom wahren Lebenssinn ablenkenden Lügengesellschaft.
Diese niemals beim Namen genannte Lügenreligion besteht in der Tabuisierung jeder Erwähnung oder Berücksichtigung des (logisch notwendigen) Subjekts und führt zur Selbstvernachlässigung und Selbstvergessenheit des Einzelnen in der Masse. Kollektivismus (Sozialismus) ist hier zwangsläufige Konsequenz. Der Einzelne verschwindet in der totalen Bedeutungslosigkeit — was allein zählt, ist das Staatswesen und seine Politiker unter dem Aspekt der "Geschichte". Das Endprodukt dieses Wahns ist der Schattenmensch, und die einzige Perspektive seines Daseins sind Selbstvergessenheit und Verwertbarkeit auf einer ins Verderben führenden abschüssigen Bahn.

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