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Zur Kernwahrheit vordringen

Von GLR | 7.2.2018 20:00

Bezogen auf den Körper geht der Weg zur Wahrheit nach unten und nach innen, nicht nach oben und nicht nach außen. Aber ebenso bezogen auf die Persönlichkeit (die vermeintliche eigene Identität des Ich). Das Gemiedene, Verleugnete, also ziemlich genau das, was der Verstand sich als Unliebsamstes vermerkt hat, ist gerade die Sperre, um mit der Ganzheit Kontakt aufzunehmen.

Diagramm

Die Ganzheit ist keine Idee, kein Konzept, und sie läßt sich weder durch Denken noch durch Projizieren erlangen. Solche Tendenzen führen von der Wahrheit dessen, was einer ist, weg, statt zu ihr hin.

Wichtig ist nun, zu verstehen, daß die Wahrheit dessen, was einer ist (umgangssprachlich: was "wir" sind, präziser: was "du" bist, auf den Punkt gebracht: was "ich" wirklich bin), nichts Entferntes ist, sondern bereits gegeben ist, ja sogar schon auf der Hand liegt. Es ist kein Weg dahin zurückzulegen, sondern jeder ist bereits da: am Punkt dieser Kern-Erkenntnis: Der zu sein, der man ist, und damit auch wahr zu sein, oder anders gesagt: Wahrheit selbst zu sein. Weshalb also die Mühe, weshalb die Suche, weshalb die Zweifel, und weshalb das (bei den meisten lebenslang andauernde) Gefühl, nie ganz dorthin zu gelangen?

Religiöse, esoterische und Therapie-Richtungen sprechen durchweg von einem Sich-Annähern, einem Aufarbeiten, einem Um-Zu. Barrieren, Blockaden müßten durch Reinigungen, Läuterungen, also einen wie auch immer ablaufenden inneren Vorgang gelöst und beiseitegeschafft werden. Dieses Denken impliziert stets eine in Raum und Zeit zurückzulegende Distanz. Die Distanz zwischen dem, was einer in Wahrheit ist (zumeist eine Form von Utopie, Wunsch, Vorstellung oder Ahnung), und dem, was er leider in der Realität seines Alltagslebens immer noch ist: unvollkommen, gebrochen, in sich gespalten, also offenkundig nicht diese Wahrheit. Das fühlt er, das belastet ihn, das geben ihm auch andere zurück, das löst in ihm Reue aus — falls er ehrlich zu sich ist —, oder er lenkt sich ab und verdrängt das Ganze — was die meisten tun, die dann auch dieses Thema komplett meiden.

Die Vorstellung einer Distanz in Raum und Zeit ist die eigentliche Barriere. Die Vorstellung, Wahrheit und das, was man momentan ist, wären getrennt. Aber auch die Vorstellung, diese Person in diesem Körper zu sein. Das Ziel ist bereits erreicht, aber ganz anders als gedacht. Denn man war noch nie woanders als am Ziel. Das Ziel war der Ausgangspunkt; das Ziel ist der Endpunkt, und es gibt auch gar keinen zurückzulegenden Weg dazwischen. Die Antwort und die Lösung liegt in der einfachen Rückbesinnung auf diese Tatsache. Man ist sozusagen selbst die Antwort und die Lösung, und es reicht, sich das wieder bewußt zu machen und es auch nicht wieder zu vergessen.

Das Spalten von Wahrgenommenem in Verschiedenheiten, also das mentale Wählen, das Sich-Positionieren, erzeugt die Trennung und das Herausfallen aus der Einheit, und damit auch das Herausfallen nicht nur aus der Wahrheit, sondern aus dem, was man ist und immer sein wird.

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